Historische Sommerhitze

Dieses Thema lässt mir keine RUHE:

aktuelle Hitzewelle – Weinlese so früh wie nie – Winzer leiden unter der Hitze

 

Um nur ein paar Schlagzeilen aus den Nachrichten und Medien zu nennen. Ich sehe das Ganze aber nicht sooo dramatisch!

 

Negativ Schlagzeilen erregen halt eben die meiste Aufmerksamkeit der Bevölkerung, da stimmst du mir sicherlich zu oder?

 

Du würdest ja bestimmt nicht den Artikel lesen, wenn da steht: „Die Winzer erwarten einen klasse Jahrgang.“

 

Ich muss dir aber sagen, diese Schlagzeile würde mir besser gefallen, denn sie passt, zumindest bei uns…

 

Werde in den letzten Tagen ganz oft gefragt: „Was macht der Wein?“ – Ich sage nur: „Gut“

 

Warum?

 

Das hängt von vielen Faktoren ab, z. B. das wir dieses Jahr die Traubenzone (also die Zone in der die Trauben hängen) nicht entblättert haben, sprich die Laubwand ausgedünnt um eine gute Durchlüftung zu haben bei Nässe – alle andern haben nun mit Sonnenbrand bei den Trauben zu kämpfen.

 

JA, es gibt Sonnenbrand auch bei Trauben 😉 diese sehen wirklich verbrannt und etwas nach Rosinen aus.

 

Oder aber auch, was die wenigsten wissen, die Trockenheit macht den Pflanzen auch nicht so viel aus. Rebenpflanzen sind Tiefwurzler. Die längste Wurzel, die mal gefunden wurde ging ca. 12 m senkrecht in den Boden – also keine Sorge unsere alten Reben kommen an Wasser.

 

Nur unsere diesjährig, angelegte Junganlage müssen wir regelmäßig gießen, so wie das halt eben ist mit jungen Pflanzen.

 

Nichts desto trotz – solche Jahrgänge wie diese, versprechen viel:

 

Durch die Trockenheit gibt es etwas weniger Saft, dieser ist jedoch durch seine Konzentration viel aromatischer, fülliger und nicht zu säurelastig.

 

Du darfst dich also auf Weine freuen, die zwar etwas gehaltvoller sind, aber eine unglaublich schöne Aromatik haben…

 

Ich freu mich definitiv drauf…

 

Jetzt heißt es nur noch GANZ FEST die DAUMEN drücken, dass der Herbst genauso schön bleibt.

 

Du glaubst mir nicht? 2015 hatten wir ein fast identisches Jahr und die Weine sind immer noch klasse.

Probier’s selber aus mit unseren 2015ern und verkürze dir die Zeit bis der neue Jahrgang kommt.

Silvaner

DER SILVANER
uralte Rebsorte

Synonyme: Sylvaner, Silvania

Herkunft: ungeklärt – entweder Siebenbürgen in Transsylvanien oder Österreich

 

Eckpunkte
Weinstil: fruchtig-frisch bis saftig-nervig-komplex
Farbe: hellgelb bis intensiv gelb
Körper: leicht bis voll
Säure: wenig bis erfrischend
Aromen: Apfel, Mandel, Heu, Gras, Pfirsich, erdig (unterscheiden sich je nach Anbaugebiet durch das Terroir)
Essenspartner: Geflügel, Gemüse, vor allem Spargel, Forelle, Zwiebelkuchen, Brathähnchen

Kompakt

Bis Ende der 1960er Jahre war diese uralte Sorte auch die wichtigste Sorte Deutschlands, verlor dann aber an Bedeutung.
Zwar ist sie weniger anspruchsvoll als der Riesling im Anbau, trotzdem braucht sie gute Lagen, um auszureifen, weil sonst saure, neutrale Weine entstehen, die keiner will.

Dabei hat’s der Silvaner drauf, etwa in Franken, wo auf mageren, kalkhaltigen Böden bei geringerem Ertrag Weine voller Kraft und Saft wachsen, oder Rheinhessen bzw. bei uns in der Pfalz, wo sie weniger erdig-mineralisch geraten, sondern mehr an Blumen und frischen Früchten erinnern. Begrenzt man den Ertrag, ist die Sorte zu rassigen, nuancenreichen Weinen fähig.

Erzähl doch deinen Freunden davon und genießt gemeinsam eine der ältesten Rebsorten!

Tierische Produkte im Wein – was dir niemand erzählt

Du denkst jetzt sicherlich: „Tierische Produkte im Wein so ein Blödsinn, da kann doch nichts
tierisches drin sein.“

DOCH ES KANN!

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